Arbeitskreis Politik und Geschlecht

in der

Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft



Tagungen & Calls

Der AK führt in der Regel ein- bis zweimal im Jahr Tagungen zu aktuellen feministisch-politikwissenschaftlichen Themen durch.




Aktuelle Calls

Tagungsprogramm 2008

Archiv




Aktuelle Calls

AK Politik und Geschlecht in der DVPW

Call for Papers zum DVPW-Kongress in Kiel, 21.-25.9.2009

Geschlecht – Macht – Klima’
Feministische Perspektiven auf Klima, gesellschaftliche Naturverhältnisse und Gerechtigkeit


Call for Paper      (50 KB)

im Rahmen des DVPW-Kongresses, "Politik im Klimawandel. Keine Macht für gerechte Lösungen?" an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, 21.-25. September 2009

Das Panel des AK Politik und Geschlecht betrachtet die aktuellen Diskussionen um soziale Gerechtigkeit, Klimawandel und die damit einhergehenden politischen Veränderungsprozesse aus einer Geschlechterperspektive. In der öffentlichen Verarbeitung des Klimawandels dominiert spätestens seit „Hurrikan Katrina“

das Bild einer ultimativen Katastrophe. Mit der Diskursivierung geht die (Re-)Produktion eines spezifischen Wissens über Mensch und Gesellschaft, Geschlechterverhältnisse, Globalisierung und Ökologie sowie die Rolle von Politik und Wissenschaften einher. Vorstellungen von Sicherheit, (Klima-)Schutz und Natur sind dabei ebenso wenig geschlechtsneutral wie die Auswirkungen und Folgen des Klimawandels.

Umweltpolitische Themen mit geschlechterpolitischen Fragen zu verknüpfen ist kein Novum: Im Zuge der UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung hat eine beachtliche politische Sensibilisierung und Mobilisierung, die vor allem durch die internationale Frauen-Umweltbewegung angestoßen wurde, stattgefunden. Umso interessanter ist es, die aktuellen Diskussionen um den Klimawandel im Lichte der feministischen Diskussionen über Umwelt und Entwicklung zu betrachten und Konzepte, wie beispielsweise der nachhaltigen Entwicklung oder Sustainable Livelihood , einer neuen Prüfung zu unterziehen. Im Mittelpunkt des Panels stehen die Fragen, inwiefern der politische und gesellschaftliche Umgang mit Klimawandel zur Reproduktion der sozialen und politischen Ungerechtigkeit in den Geschlechterverhältnissen beiträgt und welche geschlechterpolitischen Potenziale die Klimadebatte in sich birgt. Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Anforderungen sich aus den Veränderungsprozessen an die politikwissenschaftliche und die interdisziplinäre Geschlechterforschung ergeben. Erwünscht sind auch Beiträge, die sich allgemeiner mit Fragen von gesellschaftlichen Naturverhältnissen und sozialer Gerechtigkeit beschäftigen.

Wir wünschen uns Beiträge unter anderem zu folgenden Themen:

  • theoretisch-konzeptionelle Diskussionen zum Verhältnis von Umwelt, Entwicklung und Politik,

  • Nord-Süd-Verhältnisse, Macht und Herrschaft, Post-Kolonialismus, Post-Development;

  • Verhältnis Natur – Geschlecht, gesellschaftliche Naturverhältnisse;

  • Diskussionen aus Nachbardisziplinen wie der feministischen Geografie und aus interdisziplinären Forschungsfeldern wie der Umweltforschung;

  • die sozialen und politischen Auswirkungen des Klimawandels, international und vergleichende Studien zu z. B. Anpassungsfähigkeit aus geschlechterpolitischer Sicht;

  • politische Lösungs- und Steuerungsansätze, Chancen und Grenzen der geschlechterpolitischen Einflussnahme auf nationaler und internationaler Ebene;

  • die aktuelle Klimadebatte in Medien, Öffentlichkeit und Politik, insbesondere hinsichtlich ihrer diskursiven Ausschlussmechanismen und inhärenten Geschlechterbilder.


Voraussichtlicher Zeitrahmen für die beiden Panels des AK Politik und Geschlecht: Donnerstag, 24.09.2009 von 14.00 bis 17.00 Uhr und Freitag, den 25.09.2009 von 9.00 und 12.30 Uhr.

Abstracts (ca. 2000 Zeichen) bitte bis 15. Februar 2009 an den Sprecherinnenrat des AK Politik und Geschlecht – Gülay Caglar, Maria do Mar Castro Varela, Andrea Nachtigall, Helen Schwenken – schicken:


politik-geschlecht@gmx.net





TAGUNGEN



Programm der diesjährigen Jahrestagung des AK „Politik und Geschlecht“ in der DVPW

Gleichstellungs- und Familienpolitik in Zeiten der Großen Koalition:
Neuer Feminismus? Modernisierung? Re-Traditionalisierung?

Potsdam, vom 26. bis 28. September 2008

Tagungsort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte


Programm       (12 KB)

Plakat  (170 KB)



Freitag, 26. September 2008

bis 18.00 Uhr

Anreise

18.00 Uhr

Begrüßung und Einführung Dr. Diana Auth, Eva Buchholz, Stefanie Janczyk

18.30 Uhr

Prof. Dr. Katharina Spieß: Eröffnungsvortrag: Familienbezogene Leistungen in Deutschland – neue Akzente und Leitlinien im europäischen Vergleich


Moderation: Dr. Renate Niekant

20.00 Uhr

Abendessen


Samstag, 27. September 2008

Block 1: Politische Gleichstellung und Gleichstellungspolitik

9.00 Uhr


Dr. Julia Lepperhoff:

Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik der Großen Koalition: Strategien, Umsetzungsstand und Kritik

10.00 Uhr

Kaffeepause

10.30 Uhr

Vera Lohel: Gender Mainstreaming und Diversity Management in der Unternehmenswirklichkeit


Doris Urbanek: Inklusion von Intersektionalität in der jüngsten deutschen Gleichstellungspolitik


Moderation: Eva Buchholz

12.30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

Nachwuchscafé


Block 2: Familienpolitik als Gleichstellungspolitik?

14.30 Uhr

Dr. Silke Bothfeld: Under (re-)construction: Die Fragmentierung des deutschen Geschlechterregimes durch die neue Familienpolitik

15.30 Uhr

Kaffeepause

16.00 Uhr

Dr. Annette Henninger/Dr. Christine Wimbauer: Geschlechtergleichheit oder „selektive Gebäraktivierung“? Die Reform des Elterngeldes und ihre Folgen für soziale Ungleichheiten


Jörg Nowak: Die neue F-Klasse: F meets Klasse. Liberaler Feminismus vs. konservative Kritik des Neoliberalismus


Moderation: Stefanie Janczyk

18.00 Uhr

Abendessen



Sonntag, 28. September 2008

Block 3: Gleichstellungs- und Familienpolitik in Europa

09.00 Uhr


Prof. Dr. Sigrid Leitner: Varianten von Familialismus: Wie konservative Wohlfahrtsstaaten ihr Geschlechterleitbild modernisieren


Dr. Dorottya Szikra: Eastern-European faces of Familialism: Hungarian and Polish family policies in a historical perspective

11.00 Uhr

Kaffeepause

11.30 Uhr


Dr. Ute Behning: Familien- und Gleichstellungspolitik im Mehrebenensystem EU. Ein Plädoyer für ländervergleichende Mehrebenensystemanalysen in der wohlfahrtsstaatlichen Geschlechterforschung


Moderation: Dr. Diana Auth


Familienpolitik statt Gleichstellung? Diskurs und Praxis eines großkoalitionären Reformprojekts

12.30 Uhr

Podiumsdiskussion


Prof. Dr. Christiane Dienel

Staatssekretärin für Gesundheit und Soziales der Landesregierung Sachsen-Anhalt


Dr. Thomas Gesterkamp

Journalist und Autor


Sabine Scheuerer

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Potsdam


Moderation: Heide Oestreich

14:00 Uhr

Abschluss der Tagung:

Dr. Alexandra Scheele

14.15 Uhr

Ende der Tagung